Seit Juli 2009 wurden die Leistungen zur Sicherung des
Lebensunterhaltes erhöht. Die Hartz4 Erhöhung ist kaum spürbar, nur
wenige Euro werden mehr an die Empfänger dieser Leistungen
ausbezahlt. Wenn diese Erhöhung nicht gerade gewaltig ist, aber so
kann man diese doch als ersten Schritt in die richtige Richtung
bezeichnen. Ein erster Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit
ist damit doch zu verzeichnen. Der Regelsatz für die
Grundssicherung des Lebensunterhaltes wurde dabei automatisch
angepasst und es sind keine besonderen Anträge notwendig um diese
zu erhalten.
Diese Hartz4 Erhöhung wurde im Rahmen des von der Bundesregierung
geschlossenen Konjunkturpaketes wirksam.
Die neuen Leistungssätze für die Sicherung des Lebensunterhaltes
staffeln sich ab Juli 2009 wie folgt:
Alleinstehende Bürger und Alleinerziehende haben einen Anspruch auf
359 Euro Arbeitslosengeld 2 im Monat. Ein Betrag von 323 Euro pro
Monat wird für volljährige Partner als Anspruch aus Hartz4 zu
Grunde gelegt. Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres haben
seit der Hartz4 Erhöhung einen Anspruch von 215 Euro im Monat.
Kinder die das 7. Lebensjahr beginnen und das 14. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben bekommen seit Juli 2009 eine monatliche
Unterstützung von 251 Euro im Monat. Leben Kinder ab 15 Jahren und
bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs im Haushalt, kann für diese
eine Grundabsicherung von 287 Euro pro Monat gezahlt werden. All
diese Leistungen sind zwar gesetzlich festgelegt, müssen aber nur
je nach der Bedürftigkeit des entsprechenden Haushaltes in voller
Höhe ausgezahlt werden. Andere Einkommen werden generell nach wie
vor gegen diese Regelsätze angerechnet.
Auch mit dieser Hartz4 Erhöhung ist es schwierig einen Monat all die Dinge zu finanzieren die notwendig sind. In die Berechnung des Anspruches an Hartz4 werden keinerlei private Ausgaben berücksichtigt. Versicherungen, Autoraten, Bausparvertragsbeiträge etc. müssen von diesem Regelsatz bezahlt werden, so das doch für viele Bürger der Rest dieses Geldes kaum noch ausreicht um jeden Tag eine ordentliche Mahlzeit und auch einmal frisches Obst und Gemüse auf den Tisch zu bekommen. Viele Bürger sind nicht mit Absicht in Hartz4 abgerutscht! Das kann so schnell gehen und fast jeden treffen. Auch Bürger die den ganzen Monat viel und lange hart arbeiten gehen bleibt manchmal keine andere Möglichkeit als diese Grundsicherung zu beantragen, da die Löhne so niedrig sind das davon das die alltäglichen Sachen des Lebens nicht bezahlbar sind. Eigentlich ist das eine traurige Tatsache, aber leider kann man davor die Augen nicht verschließen. Es ist nicht so das Hartz4 Empfänger immer gleich als "Schmarotzer" zu bezeichnen sind. Kann sein das es solche Fälle gibt, aber der Grossteil dieser Menschen ist auf diese Unterstützung wirklich dringend angewiesen!
Auch durch die Hartz4 Erhöhung im Juli 2009 wird es keinem
Hartz4 Empfänger möglich sein sich einen tollen Urlaub leisten zu
können oder einfach einmal nach Lust und Laune shoppen zu gehen.
Dazu ist das ausgezahlte Geld aber auch nicht gedacht, diese
Personengruppe soll nur nicht noch tiefer absinken und sich
wenigstens satt essen können. Menschenwürdig leben, das sollte doch
jedem Bürger, auch wenn er von Hartz4 Leistungen leben muss,
ermöglicht werden von einem Rechtsstaat wie Deutschland.
